Holokauszt Denkmalzentrum

Über dem Glasturm, der auf dem Innenhof des Geländes – der auch die Sinagoga in der Páva Straße beinhaltet – steht, fällt wahrscheinlich nur wenigem der Sonnenschutz ein – obwohl die Rolle der schuppig öffnenden Isolierglas-Lamellen zwischen den schrägen Steinsäulen der Eingangshalle der Daueraustellung ist genau das.

Bei der Planung der Konstruktion war die größte Herausforderungen – neben den parallelogrammförmigen Flächen, wasserdichten Kontakt zwischen der Lamellen zu sichern. Die schuppige Öffnung trägt neben dem Sonnenschutz zur Lüftung des Eingangs bei. Unter dem Gründach, vor den Büros laufende Flur ist – laut dem architektonischen Konzept – ein vorübergehender Raum, im edelsten Sinne bei Wort. Der Sonnenschutz der Flur – dadurch der hinterliegenden Büros – wird durch auskragendes, dann ins vertikal durchdrehendes Großlamellensystem gelöst, dessen diskrete, schnörkellose Erscheinung sich ins System des Hofes fügt. Die rüksichtvolle Planung zeigt sich auch darin, dass die sonst filigrane Motorhaube der Anlage mit einem feinen Gestus hinter der Steinverkleidung versteckt wird.

 

Helyszín: Budapest
Konstrukteur: Mányi István, Gáti Attila (Mányi Stúdió)
Foto: Dénes György, Mányi Stúdió, Krüllung

Angewandten Typen: